Das Schnarchen wird manchmal als eine Art Scherzproblem angesehen, etwas, das unsere schlafenden Partner irritiert aber was uns nicht einmal bewusst ist. 

Jedoch sind Wissenschaftler der Universität Umea in Schweden gerade zu dem Schluss gekommen, dass Schnarchen auch echte körperliche Schäden verursachen kann.

Für ihre Studie (veröffentlicht in der Zeitschrift Respiratory Research) rekrutierten sie 22 Schnarcher und Schlafapnoe-Patienten, deren Zustand so schädlich war, dass sie operiert werden mussten. 

Zum Vergleich rekrutierten sie auch 10 Personen, die während des Schlafs normal atmeten.

Die Forscher stellten Muskelschäden in den oberen Atemwegen von starken Schnarcherinnen und Schnarcher fest, die wahrscheinlich durch die ständigen Vibrationen verursacht wurden, denen diese Weichteile jede Nacht ausgesetzt waren. 

Die Schäden durch das Schnarchen waren so stark, dass ihr Körper sie nicht mehr reparieren konnte, so dass sie, sobald der Schaden einmal entstanden war, bestehen blieben.

Die Videoradiographie zeigte auch, dass die Schnarcher an einer Schluckstörung litten, die höchstwahrscheinlich auch durch diesen Muskelschaden verursacht wurde.

Ein weiteres Problem, das sie sahen, war, dass starke Schnarcher und Menschen mit Schlafapnoe weniger Nerven und weniger Muskelgewebe im weichen Gaumen hatten als die nicht schnarchende Personen. Dies verschlimmerte wahrscheinlich ihren Zustand, weil weniger Muskelunterstützung die oberen Atemwege kollabieren ließ. Dies ist der Grund dafür, dass die Atmung von Schlafapnoe-Patienten während der Nacht stoppt, wodurch sie unter Sauerstoffmangel leiden und nicht mehr richtig schlafen können. Eine gefährliche Kombination, die das Risiko von Herz-Kreislauf-Problemen deutlich erhöhen kann.

Als sie bis in die kleinsten Details vordrangen, stellten sie fest, dass ein Großteil dieser Muskelfunktionsstörung mit Proteinen zusammenhängt.

Zwei Proteine, genannt Desmin und Dystrophin, waren dafür bekannt, dass sie für die richtige Muskelfunktion wesentlich sind, also suchten die Wissenschaftler nach Unterschieden zwischen dem Verhalten dieser beiden Proteine in den oberen Atemwegen der schweren Schnarcher und der gesund Atmender. Hier ist, was sie gefunden haben:

  1. Während nur sieben Prozent der Muskelfasern gesund Atmender einen Mangel an Desmin aufwiesen, waren 12 Prozent der Muskelfasern schwerer Schnarcher knapp an Desmin.
  2. Desmin war bei 13 Prozent der Muskelfasern der Schnarcher desorganisiert, aber bei den gesund Atmenden war es in Ordnung.
  3. Insgesamt wiesen 18 Prozent der Muskelfasern der starken Schnarcher Desmin-Anomalien auf, während nur sieben Prozent der Muskelfasern der normal Atmenden eine Desmin-Anomalie aufwiesen.
  4. 10 Prozent der Muskelfasern der Personen mit Schluckstörungen wiesen Desmin-Anomalien auf, verglichen mit sechs Prozent der Muskelfasern bei den guten Schluckern.
  5. Ein Teil des Dystrophin-Proteins fehlte tendenziell in den Desmin-abnormalen Muskelfasern der starken Schnarcher.

Die Forscher fanden auch heraus, dass der für die Heilung verantwortliche Haupt-Neurotransmitter in diesen Muskelgeweben vorhanden war. Daher wussten sie, dass der Körper des Patienten versuchte, diese Muskeln zu reparieren, aber das ständige starke Schnarchen den Heilungsprozess unterbrach.

Dies zeigt, warum das Scharchen ernst genommen werden muss. Es ist ein gefährlicher Weg vom Schnarchen zu Verletzungen der oberen Atemwegsmuskulatur, zum Nerven- und Muskelverlust und zur Schlafapnoe, die das Herz ernsthaft verletzen kann. 

Aber in buchstäblich nur wenigen Minuten am Tag kann man hartnäckiges Schnarchen und Schlafapnoe mit diesen einfachen Übungen loswerden… (klick)


Tags

Studie


Das mag dich auch interessieren

Wir freuen uns über deinen Kommentar!

Your email address will not be published. Required fields are marked

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}